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FIRMENGESCHICHTE

Die Familie Habig stammt aus Freiburg und geht in ihren Annalen auf das Jahr 1550 zurück. 1853 kam Peter Habig nach Wien. Nach fünf Jahren Lehrzeit erfolgte seine Freisprechung zum Hutmachergesellen. Damals beschäftigte der kleine Hutladen Habig nur einen einzigen Lehrjungen. Ab 1865 half Bruder Carl in der kleinen Werkstätte, die ausschließlich Seidenhüte und den zu jener Zeit sehr begehrten "Chemisse-Galetthut" herstellte.

Zu dieser Zeit entstanden auch die ersten bescheidenen Versuche zur Filzhutfabrikation. Eine Goldmedaille in Kassel, 1870, auf einer internationalen Ausstellung war für die inzwischen gegründete Firma "P. u. C. Habig" der erste Schritt in die internationale Produktion. Der Grundstein zur Weltmarke wurde bei der Wiener Weltausstellung mit dem begehrten "Hors concours Juror" gelegt.

1874 eröffnete P. u. C. Habig in der Wiener Kärntner Straße im Palais Tedesco ein vornehmes Detailgeschäft. 1882 entstand in der Wiedner Hauptstraße der Neubau einer großen, modernen Fabrik mit den neuesten Hilfsmaschinen, um den Exportaufträgen aus Deutschland und Übersee nachkommen zu können. Eine besonders vornehm ausgestattete Niederlassung in der Friedrichstraße, Berlin, wurde 1888 eröffnet.

Damit war eine moderne Fabrik in Verbindung mit einem Wohn-, Geschäfts- und Warenhaus geschaffen, die allen Anforderungen der Zukunft entsprach. Kommerzialrat Peter Habig, der Gründer des Klubs der Österreichischen Hutfabrikanten, war aber auch im Österreichischen Hut-Modenverein und der Wiener Hutmacher-Genossenschaft tonangebend. Wiederholt fungierte er als Präsident internationaler Ausstellungskommissionen. Von sozialer Denkungsart, regte er als erster Treueprämien für alle jene Gehilfen an, die mehr als zwanzig Jahre einem Betrieb angehörten, ebenso die Prämiierung besonders tüchtiger Lehrlinge. Der Niederösterreichische Gewerbeverein berief ihn als Mitglied in sein Schiedsgericht. Dem Technischen Museum in Wien richtete er aus eigenen Mitteln eine Musterwerkstätte der Hutmacher ein. Peter Habig, durch zahlreiche Ordensverleihungen geehrt, gehörte zu den Begründern des guten Rufes der Wiener Mode, er war für die österreichische Bekleidungsindustrie ein Pionier Er starb am 4. Jänner 1916 in Wien.

Trotz der Bemühungen, das Stammpersonal der Arbeiterschaft zu erhalten, unterlag die Firma Habig während der Nachkriegszeit des Ersten Weltkrieges den Auswirkungen der Inflation und der allgemeinen schlechten Wirtschaftssituation. Durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde die Produktion durch Rohstoffmangel und das Fehlen von Arbeitskräften auf ein Minimum reduziert.

Als einer der ersten Firmen gelang es P. u. C. Habig nach Kriegsende, aus alten Beständen wieder Hüte zu erzeugen, die auf Bezugsschein und Kleiderkarte verkauft werden durften. Die Fertigung von Reparaturhüten war in diesen Tagen das Hauptgeschäft und trug sehr viel dazu bei, die Firma zu erhalten.

Nach dem Verkauf des Geschäftslokales in der Kärntner Straße übernahm am 20. März 1969 Carl F. Habig in der vierten Generation die Geschäftsführung. Es galt nun, P. u. C. Habig zu modernisieren und rationalisieren.

Auszug aus: Die Staatswappenträger Österreichs; Jupiter Verlagsgesellschaft mbH, Wien 1978

2006 bringt Barbara Habig (Tochter von Carl F. Habig) eine neue Luxus-Linie von Hüten auf den Markt. Eine Mischung aus exklusiven, extravaganten Materialien prägt die exquisite, ausgefallene Habig-Hut Kollektion.